PS4, Slim oder Pro? Die drei Modelle im Vergleich & Kaufberatung

Wer auf der Suche nach einer gebrauchten PlayStation 4 ist, steht oft vor der Qual der Wahl zwischen dem Originalmodell, der Slim und der Pro. Alle drei greifen auf dieselbe Spielebibliothek zu, unterscheiden sich jedoch spürbar bei Abmessungen, Leistung und Ausstattung. Dieser Überblick zeigt die Unterschiede auf und hilft bei der Entscheidung, welches Modell am besten passt.

Design und Abmessungen

Die ursprüngliche PS4 ist das wuchtigste der drei Modelle. Sie misst etwa 275 x 305 x 53 mm und wiegt rund 2,8 kg. Das Design wirkt sehr kantig und zeichnet sich durch eine durchgehende Lichtleiste an der Frontseite aus.

Die PS4 Slim macht ihrem Namen alle Ehre und fällt deutlich schlanker aus. Sony hat die Maße auf etwa 265 x 288 x 39 mm reduziert, während das Gewicht auf rund 2,1 kg sinkt. Sie ist spürbar dünner, leichter und im Betrieb leiser. Die prägnante Lichtleiste ist verschwunden, stattdessen leuchtet nun die Powertaste. Das Gehäuse ist weitgehend matt gehalten, was dem Gerät einen modernen, kompakten Look verleiht. Zudem erzeugt die Slim weniger Wärme und verbraucht weniger Strom.

Die PS4 Pro bildet das andere Extrem. Sie ist das größte Modell des Trios, misst etwa 295 x 327 x 55 mm und wiegt knapp 3,3 kg. Das Gehäuse setzt auf ein dreistufiges Design, das wie eine aufgestockte Version der Slim wirkt. Das größere Gehäuse ist notwendig, um die leistungsstärkere Hardware und das entsprechend größere Kühlsystem unterzubringen.

Leistung und Hardware

Hier liegen die größten Unterschiede zwischen den drei Varianten.

Die originale PS4 und die Slim nutzen dieselbe Kernhardware: eine 8-Kern-CPU von AMD (Jaguar) mit 1,6 GHz sowie eine Grafikleistung von 1,84 Teraflops. Die Spieleleistung beider Konsolen ist somit identisch. In den meisten Fällen liefern sie eine stabile 1080p-Auflösung. Per System-Update wurde später auch HDR nachgereicht, echtes 4K-Gaming beherrschen beide Modelle jedoch nicht.

Bei der PS4 Pro steckt das „Pro“ vor allem in der Leistung. Die Taktfrequenz der CPU steigt auf 2,1 GHz und die Grafikleistung klettert auf etwa 4,2 Teraflops, was rund dem 2,3-Fachen der Standardmodelle entspricht. Neben den 8 GB GDDR5-Arbeitsspeicher steht zusätzlich 1 GB DDR3-RAM für Hintergrundaufgaben bereit, woraus eine höhere Speicherbandbreite resultiert. In der Praxis laufen viele Spiele mit höherer Auflösung, stabilerer Bildrate und besserer Kantenglättung. Selbst auf einem 1080p-Fernseher sorgt Supersampling für ein sichtbar schärferes Bild. Zwar bieten nicht alle Spiele entsprechende Optimierungen, unterstützte Titel profitieren jedoch spürbar bei Optik und Flüssigkeit.

Auch beim Speicher gibt es praktische Unterschiede. Das Originalmodell erschien meist mit 500 GB Speicherplatz. Die Slim ist wahlweise mit 500 GB oder 1 TB erhältlich, während die Pro standardmäßig mit 1 TB ausgeliefert wird. Bei allen drei Varianten lässt sich die Festplatte problemlos durch ein größeres Laufwerk oder eine SSD ersetzen, um die Ladezeiten zu verkürzen.

Anschlüsse und Alltagsfunktionen

Die ursprüngliche PS4 vertraut auf ältere Standards mit Wi-Fi im 2,4-GHz-Band sowie Bluetooth 2.1. Die Slim und die Pro bieten hingegen Dual-Band-Wi-Fi (802.11ac) und Bluetooth 4.0, was für deutlich stabilere Drahtlosverbindungen sorgt.

Bei den Anschlüssen bieten das Grundmodell und die Slim zwei USB-Ports, während die Pro über drei verfügt. Bei der Slim hat Sony allerdings auf den optischen Audioausgang verzichtet, der bei den anderen beiden vorhanden ist. Zudem bietet die Pro einen erweiterten HDMI-Ausgang für die 4K-Bildausgabe.

Der Stromverbrauch spiegelt die verbaute Hardware wider. Die Slim ist am effizientesten mit einer maximalen Leistungsaufnahme von etwa 165 Watt. Das Originalmodell benötigt bis zu 250 Watt und die Pro erreicht in der Spitze bis zu 310 Watt.

Kaufberatung für den Gebrauchtkauf

Wer einfach nur möglichst günstig Zugang zur riesigen PS4-Spielebibliothek sucht, trifft mit der Slim meist die beste Wahl. Sie ist leise, kompakt, sparsam und bietet exakt dieselbe Spieleleistung wie das ursprüngliche Modell.

Wer hingegen den besten Bildeindruck und die flüssigste Performance dieser Konsolengeneration herausholen möchte, greift zur Pro. Besonders bei optimierten Titeln macht sich der Leistungssprung deutlich bemerkbar.

Das Originalmodell erfüllt nach wie vor seinen Zweck, ist im Vergleich zur Slim jedoch lauter, größer und weniger effizient bei identischer Leistung. Daher lohnt sich der Kauf heutzutage nur noch bei einem besonders attraktiven Preis.

Alle drei Konsolen sind voll kompatibel mit demselben DualShock 4 Controller, der PlayStation Camera und dem meisten Zubehör. Spielstände und Benutzerkonten lassen sich problemlos zwischen den Geräten übertragen.

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