Garmin Fenix 6 Pro oder 6X Pro? Welche gebrauchte Sportuhr passt zu dir?

Für Verbraucher, die eine gebrauchte Garmin-Uhr suchen, sind die Fenix 6 Pro und die Fenix 6X Pro auf dem Secondhand-Markt nach wie vor in großer Stückzahl erhältlich. Die beiden Modelle sehen sich äußerlich ähnlich, ihre Namen gleichen einander, und die Gehäusegrößen unterscheiden sich nur um wenige Millimeter.

Im Kern handelt es sich um dieselbe Sportuhr, der einzige Unterschied liegt im Gehäusedurchmesser. Dieser Unterschied wirkt sich jedoch direkt auf das Tragegefühl aus, und genau darauf kommt es bei der Kaufentscheidung am meisten an.

Eine Serie, drei Größen

Die Garmin Fenix 6 Serie wird in drei Gehäusegrößen angeboten: 6S (42 Millimeter), 6 (47 Millimeter) und 6X (51 Millimeter). Das „Pro“ im Namen steht für ein Upgrade bei den Softwarefunktionen und dem Speicherplatz und bedeutet nicht, dass es sich um eine andere Sportuhr handelt.

Fenix 6 Pro und Fenix 6X Pro sind in der Ausstattung vollständig identisch: Beide unterstützen WLAN, beide verfügen über vorinstallierte Offline-Karten, beide bieten Musikspeicher, und der interne Speicher ist bei beiden gleich groß. Du wählst also nicht zwischen Kartenfunktionen, sondern zwischen Größe, Display, Akku und Armbandbreite.

Größe und Tragegefühl

Die Fenix 6 Pro zählt zu den mittelgroßen Smartwatches. Das Gehäuse misst 47 × 47 × 14,7 Millimeter, die Uhr verfügt über eine Edelstahl-Lünette und ein Silikonarmband und wiegt etwa 83 Gramm. Das mitgelieferte Silikonarmband passt auf Handgelenke mit einem Umfang von etwa 125 bis 208 Millimetern.

Die Fenix 6X Pro gehört dagegen zu den großen Smartwatches. Das Gehäuse misst 51 × 51 × 14,9 Millimeter, das Gewicht beträgt etwa 93 Gramm, und die Armbandbreite liegt bei 26 Millimetern. Auf dem Papier ist die 6X Pro nur 4 Millimeter breiter und etwa 10 Gramm schwerer als die 6 Pro, der Unterschied scheint also gering. Weil jedoch sowohl die Lünette als auch die Armbandbreite größer ausfallen, wirkt die Uhr am Handgelenk in der Praxis deutlich voluminöser.

Beide Modelle verzichten auf einen Touchscreen und werden über fünf physische Tasten in Kombination mit einem halbdurchlässigen MIP-Display mit reflektierender Anzeige bedient.

Display: größere Kartenansicht, gleiche Bildschärfe

  • Die Fenix 6 Pro nutzt einen 1,3 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 260 × 260 Pixeln.
  • Die Fenix 6X Pro nutzt einen 1,4 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 280 × 280 Pixeln.

Die Pixeldichte ist bei beiden praktisch gleich, etwa 283 ppi, die Bildschärfe unterscheidet sich also nicht. Das größere Display der 6X Pro bietet jedoch einen spürbaren Vorteil beim Betrachten von Geländekarten, Skigebietskarten als Overlays und Seiten mit mehreren Datenfeldern, da die Informationen übersichtlicher dargestellt werden.

Das Glas der regulären Pro-Version besteht aus Corning Gorilla Glass DX. Wer eine höhere Kratzfestigkeit wünscht, kann auf dem Gebrauchtmarkt nach einer Version mit Saphirglas suchen, deren Preis allerdings etwas höher liegt.

Akkulaufzeit: der entscheidende Vorteil der 6X Pro

Der Unterschied in der Akkulaufzeit zeigt sich nicht bei einer kurzen Erprobung im Geschäft, sondern erst nach etwa einer Woche durchgehenden Gebrauchs.

Nach offiziellen Schätzungen ergeben sich folgende typische Laufzeiten:

  • Smartwatch-Modus: 14 Tage (6 Pro) gegenüber 21 Tagen (6X Pro)
  • GPS-Modus: 36 Stunden gegenüber 60 Stunden
  • GPS plus Musik: 10 Stunden gegenüber 15 Stunden
  • GPS-Modus mit maximaler Laufzeit: 72 Stunden gegenüber 120 Stunden
  • Expedition-GPS-Modus: 28 Tage gegenüber 46 Tagen
  • Energiesparmodus als Uhr: 48 Tage gegenüber 80 Tagen

Alle genannten Werte sind Bestwerte unter idealen Bedingungen. Dennoch ist die 6X Pro für alle, die unterwegs nicht ständig laden möchten, die passendere Wahl. Die Laufzeit der Fenix 6 Pro reicht ebenfalls für alltägliches Training und kurze Wochenendausflüge vollkommen aus.

Welches Modell für wen?

Wer eine Uhr sucht, die sowohl im Alltag getragen werden kann als auch hartem Training standhält, trifft mit der Fenix 6 Pro die ausgewogenere Wahl. Sie ist leichter, auf dem Gebrauchtmarkt günstiger, und das kompaktere Gehäuse bleibt eher an Ärmeln hängen.

Wer Akkulaufzeit und die Darstellung von Karten höher gewichtet und dessen Handgelenk zu einem 51-Millimeter-Gehäuse passt, sollte zur Fenix 6X Pro greifen.

Wer hingegen ausgeprägte Anforderungen an moderne Ausstattung wie Touchscreen, Lautsprecher und Mikrofon stellt oder die neuesten Trainingsfunktionen von Garmin nutzen möchte, für den ist keines der beiden Modelle zu empfehlen. Die Fenix 7 und die nachfolgenden Modelle haben sowohl die Bedienung als auch die Trainingsfunktionen deutlich weiterentwickelt und eignen sich für diesen Bedarf besser.

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