Faltbare Handys: Google wagt, was Samsung sich nicht traut

Google arbeitet an einem neuen faltbaren Handy. Dabei zieht der Hersteller Gerüchten zufolge offenbar einen Schritt in Erwägung, vor dem Samsung und andere Hersteller noch zurückschrecken.

Faltbare Handys, sogenannte Foldables, gibt es mittlerweile von vielen Herstellern. Samsung bietet mit dem Z Flip und dem Z Fold zwei solcher Modelle an, bei Motorola hören diese auf den Namen Razr und bei Google heißen sie „Pixel Fold“ – bislang zumindest. Denn offenbar erwägt der Internetkonzern eine Namensänderung. Statt Pixel Fold 2 soll die nächste Generation des faltbaren Handys auf den Namen Pixel 9 Pro Fold hören und zusammen mit den anderen Pixel 9 -Modellen im Herbst enthüllt werden, berichtet Android Authority.

Google wäre damit der erste Hersteller, der sein faltbares Handy als Modellvariante in das bisherige Top-Smartphone-Line-up integriert und nicht als separate Modellreihe nebenher vermarktet. Dieser Schritt erscheint durchaus sinnvoll, da die bereits eingeführte Marke auf das Pixel Fold abstrahlt und außerdem dessen Position im Portfolio des Herstellers deutlicher macht.

Pixel Fold 2 wird zu Pixel 9 Pro Fold
Bislang schrecken Samsung, Motorola und Co. vor solch einem Schritt jedoch noch zurück. Als Grund hierfür wird hinter vorgehaltener Hand oftmals darauf verwiesen, dass reguläre Top-Smartphones wie die Galaxy S24-Modelle von Samsung noch immer in wesentlich höheren Stückzahlen verkauft werden und die Hersteller bislang noch nicht in der Lage sind Foldables entsprechend hohe Stückzahlen bereitzustellen.

Dieses Problem hat Google nicht. Seit 2016 hat das Unternehmen Experten zufolge weltweit erst rund 38 Millionen Pixel-Smartphones insgesamt verkauft. Zum Vergleich: Samsung hat weltweit allein im ersten Quartal 2024 den Marktforschern von IDC zufolge über 60 Millionen Smartphones ausgeliefert.

Ein weiteres Argument, dass man oft gegen die Integration in die reguläre Top-Smartphone-Serie hört, ist, dass die Technik noch immer sehr neu ist und man durch Kinderkrankheiten einen Imageschaden fürchtet. Dies könnte natürlich auch Google treffen. Es bleibt daher spannend zu sehen, ob sich das Unternehmen wirklich dazu durchringt, seine beiden Top-Smartphone-Serien zusammen zulegen.

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