Surface Laptop Go (1. Gen) im Jahr 2026: Lohnt sich der Gebrauchtkauf noch?

Das Surface Laptop Go der ersten Generation (Modell 1943) kam Ende 2020 auf den Markt, mittlerweile wurde die gesamte Produktreihe eingestellt. Wenn man diesem Gerät heute begegnet, findet man es ausschließlich auf dem Gebrauchtmarkt.

Das 12,4 Zoll große PixelSense-Touch-Display setzt auf ein Format von 3:2 bei einer Auflösung von 1536 × 1024 Pixeln. Als Prozessor dient ein Intel Core i5-1035G1, kombiniert mit fest verlöteten 4 GB oder 8 GB Arbeitsspeicher. Mit einem Gewicht von rund 1,11 kg gehört das Tippgefühl der Tastatur für ein kompaktes Windows-Notebook nach wie vor zur Oberklasse, und das Design behält den gewohnt schlichten Surface-Stil bei.

Im Jahr 2020 galten diese Eckdaten als schick und kompakt. Doch wir schreiben das Jahr 2026, das Gerät ist seit sechs Jahren auf dem Markt und die Praxistauglichkeit erfordert eine Neubewertung.

Einfaches Surfen im Web und die Bearbeitung von Dokumenten gelingen noch ganz ordentlich. Sobald jedoch mehrere Chrome-Tabs geöffnet sind und parallel eine Videokonferenz sowie eine Notizen-App laufen, stößt der Prozessor spürbar an seine Grenzen. Die Version mit 4 GB Arbeitsspeicher ist unter Windows 11 kaum noch benutzbar, und selbst die 8-GB-Variante stößt bei heutigen Multitasking-Anforderungen schnell an ihre Grenzen.

Die Bildschirmauflösung erreicht nicht einmal Full HD, die Tastatur bietet keine Hintergrundbeleuchtung und der Speicher ist auf maximal 256 GB beschränkt, ohne Möglichkeit zum nachträglichen Austausch. Auch der offizielle System-Support läuft schrittweise aus.

Preislich liegt das gebrauchte Modell 1943 derzeit bei etwa 120 bis 200 US-Dollar, je nach Arbeitsspeicher, Festplatte und Akkuzustand. Der günstige Preis ist sein größtes Verkaufsargument.

Ein direkter Vergleich zeigt jedoch, dass dieses Geld nicht unbedingt klug angelegt ist:

  • Das 13 Zoll große Surface Laptop mit Snapdragon X Plus startet bei knapp 950 US-Dollar. Es bietet ein schärferes Display, eine beleuchtete Tastatur, eine längere Akkulaufzeit sowie Copilot+-Funktionen. Das ist eine völlig andere Gerätekategorie.
  • Das Dell XPS 13 des Modelljahrgangs 2026 liegt gewöhnlich bei rund 700 US-Dollar. Es ist leichter, dünner, heller und deutlich schneller.
  • Das Acer Aspire 14 AI und das Lenovo IdeaPad Slim 3x in der Snapdragon-Version bieten 16 GB Arbeitsspeicher sowie moderne Prozessoren für meist 500 bis 550 US-Dollar.
  • Wer mit macOS zurechtkommt, findet das Apple MacBook Neo für knapp 600 US-Dollar.
  • Selbst ein gebrauchtes Surface Laptop Go 3 ist die deutlich bessere Wahl gegenüber der ersten Generation. Es nutzt einen i5-Prozessor der 12. Generation und ist mit bis zu 16 GB Arbeitsspeicher erhältlich. Bei ähnlichen Preisen ist das originale Modell 1943 kaum noch konkurrenzfähig.

Wann lohnt sich der Kauf überhaupt noch?

Ein Kauf des Modells 1943 lässt sich nur empfehlen, wenn die folgenden drei Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sind:

  • Sie finden eine Variante mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher zu einem besonders niedrigen Preis.
  • Sie suchen ein kompaktes Windows-Notebook ausschließlich für Textverarbeitung, E-Mails und einfaches Surfen im Web.
  • Sie schätzen das Tippgefühl der Surface-Tastatur sowie das 3:2-Format und nehmen im Gegenzug den veralteten Prozessor, die geringe Auflösung und den eher dunklen Bildschirm in Kauf.

Wenn Sie ein Notebook suchen, das auch in den kommenden zwei bis drei Jahren verlässlich seinen Dienst verrichtet, sollten Sie von diesem Modell Abstand nehmen. Die Investition in ein Einsteiger-Ultrabook mit 13-Zoll-Display und einem aktuellen Snapdragon- oder Intel Core Ultra-Prozessor ist die wesentlich vernünftigere Entscheidung.

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