In der anspruchsvollen Welt der Industrieautomatisierung hängt der Unterschied zwischen einem reibungslosen Montagmorgen und einer katastrophalen Woche voller Stillstand oft von einem kleinen, unscheinbaren Zylinder ab: der Mitsubishi 2CR17335A. Auch wenn sie wie der ernste Cousin einer handelsüblichen Haushaltsbatterie aussieht, fungiert diese Lithium-Komponente als stiller Wächter der digitalen Gehirne, die moderne Fabriken steuern.
Ingenieurspräzision: Die technischen Spezifikationen
Die Mitsubishi 2CR17335A ist eine hochenergetische Lithium-Mangandioxid-Batterie (Li-MnO2). Im Gegensatz zu den wiederaufladbaren Zellen in Ihrem Smartphone ist diese Primärbatterie auf Langlebigkeit und Stabilität ausgelegt, nicht auf häufige Ladezyklen. Ihre Chemie ist gezielt darauf ausgerichtet, über mehrere Jahre hinweg einen zuverlässigen Strom zu liefern, um sicherzustellen, dass kritische Daten selbst bei einer Trennung von der Hauptstromversorgung intakt bleiben.
Die wichtigsten Leistungsspezifikationen im Überblick:
- Spannung: 3,0 V (Nennspannung)
- Kapazität: Typischerweise zwischen 1600 mAh und 1800 mAh, was für Backup-Aufgaben mit geringem Energieverbrauch eine beachtliche Ausdauer bietet.
- Abmessungen: Sie entspricht dem 2/3A-Standard mit einem Durchmesser von ca. 17 mm und einer Höhe von 33,5 mm.
- Betriebstemperatur: Entwickelt für die rauen Umgebungen einer Fabrikhalle, arbeitet sie effizient in einem Bereich von -40 °C bis +85 °C.
- Selbstentladungsrate: Eine ihrer beeindruckendsten Eigenschaften ist eine Selbstentladungsrate von weniger als 1 % pro Jahr bei Raumtemperatur, was eine Lagerfähigkeit von bis zu 10 Jahren ermöglicht.
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Anwendungen und Systemkompatibilität
Die 2CR17335A ist keine gewöhnliche Stromquelle, sondern ein fester Bestandteil des Ökosystems von Mitsubishi Electric. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Notstromversorgung für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Bewegungssteuerungen (Motion Controller) und computergestützte numerische Steuerungen (CNC). Ohne diese Batterie könnte ein Stromausfall zum Verlust flüchtiger Speicherinhalte führen – und damit die Programme und Parameter löschen, die der Maschine ihre Bewegungsabläufe vorgeben.
Sie kommt vorwiegend in folgenden Serien und Modellen zum Einsatz:
- Mitsubishi Melsec Q-Serie: Häufig für CPU-Module (wie Q02U, Q06H oder Q12H) verwendet, um den Programmspeicher und die Einstellungen der internen Uhr zu erhalten.
- Mitsubishi FX-Serie: Oft in speziellen Backup-Modulen für die Controller der Reihen FX2N oder FX3U zu finden.
- Motion Controller: Kompatibel mit verschiedenen Q-Serien-Motion-CPUs, die eine präzise Beibehaltung von Koordinaten erfordern.
- CNC-Steuerungen: Einsatz in Mitsubishi Meldas-Systemen (z. B. der 60/60S-Serie), um Werkzeug-Offsets und Systemvariablen zu sichern.