Wer auf einem Xiaomi-Handy Snapchat oder Facebook installieren möchte, sieht mitunter derzeit eine Warnmeldung, dass die Apps unsicher sind. Das steckt dahinter.
Der chinesische Hersteller Xiaomi will seine Fans vor Unheil aus dem Netz bewahren. Daher hat das Unternehmen in die hauseigene Bedienoberfläche seiner Handys ein Feature namens „Sicherheitsscan“ integriert. Dieses überprüft auch Apps vor ihrer Installation auf mögliche Risiken.
Aktuell erhaltet ihr aber mitunter eine verwirrende Warnmeldung. Denn Xiaomi schlägt bei der Installation von Snapchat und Facebook aus dem Google Play Store Alarm, berichtet die Fanseite XiaomiUI. Laut den Screenshots warnt Xiaomi euch hier davor, dass die Apps ein Sicherheitsrisiko darstellen und ihr sie besser deinstallieren solltet.

Fehlalarm möglicherweise durch User-Meldungen verursacht
In der Warnung beruft sich der chinesische Hersteller auf zahlreiche Berichte anderer User, die die App gemeldet hätten. Womöglich wurde der Warnmechanismus von Xiaomi durch eine gezielte Kampagne einiger Internet-User in die Irre geführt, mutmaßt die Seite. Denn aktuell ist nicht bekannt, dass ein Sicherheitsrisiko von den Apps ausgehe. Inzwischen hat Xiaomi das Problem offenbar auch schon behoben. Auf einem Redmi Note 11 in der Redaktion erschien die Warnmeldung nicht.
Sollte euch der Sicherheitsscan auf eurem Xiaomi-Gerät schon öfters unbegründet gewarnt haben, könnt ihr ihn übrigens abschalten. Dafür müsst ihr wie folgt vorgehen:
So deaktiviert ihr den Sicherheitsscan
•Öffnet die Einstellungen eures Handys.
•Wählt „App“ und dann „System-App-Einstellungen“.
•Drückt dann auf „Sicherheit“ und dann auf „Sicherheitsscan“.
•Deaktiviert dann die Option „Vor Installation durchsuchen“.
Apps, die ihr über den Google Play Store installiert, werden nämlich bereits von Google via Google Play Protect geprüft und sollten eigentlich sicher sein. Allerdings gelang es zuletzt häufiger Cyberkriminellen Malware in den Play Store zu schmuggeln, weshalb der zusätzliche Scan durch die Xiaomi-Software doch sinnvoll sein kann.