Das ThinkPad L13 Yoga Gen 3 kam 2022 auf den Markt und ist ein kompaktes Business-2-in-1-Notebook. Lohnt sich der Kauf des älteren Modells vier Jahre später, nach der Einführung des neuen Gen 6, überhaupt noch?

L13 Yoga Gen 3: Die technischen Daten im Überblick
Werfen wir zunächst einen kurzen Blick auf die Daten. Das Gen 3 ist mit einem IPS-Touchscreen mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln ausgestattet, der in der Regel eine Helligkeit von 300 Nits sowie eine hervorragende sRGB-Farbraumabdeckung bietet. Angetrieben wird es von Intel Core U-Prozessoren der 12. Generation oder Prozessoren der AMD Ryzen 5000-Serie, kombiniert mit bis zu 32 GB aufgelötetem DDR4-Arbeitsspeicher und einer PCIe-SSD. Der 46-Wh-Akku sorgt für eine Akkulaufzeit von etwa 8 bis 11 Stunden bei gemischter Nutzung. Das Gewicht liegt bei etwa 1,32 kg und es verfügt über einen integrierten Stiftschacht für den aktiven Eingabestift.
Es bietet die gewohnten ThinkPad-Klassiker wie eine hervorragende Tastatur mit TrackPoint, eine vielfältige Anschlussauswahl, einen Fingerabdrucksensor, eine optionale IR-Kamera mit Sichtschutzblende sowie umfassende Sicherheitsfunktionen. Zur damaligen Zeit lag es im Mittelfeld der schlanken 2-in-1-Notebooks.
Alltagserfahrung im Jahr 2026
Für die Dokumentenbearbeitung, handschriftliche Notizen mit dem Stift, Videokonferenzen und das Lesen im Tablet-Modus bleibt das ThinkPad L13 Yoga Gen 3 nach wie vor ein verlässlicher Begleiter. Das 360-Grad-Scharnier und die allgemeine Verarbeitungsqualität sind weiterhin überzeugend, und das Tippgefühl gehört nach wie vor zu den besten in dieser Klasse. Mittlerweile ist das Gerät deutlich günstiger zu haben, was es zu einem echten Preis-Leistungs-Tipp macht.
Vergleich mit dem L13 2-in-1 Gen 6
Das L13 2-in-1 der sechsten Generation nutzt Prozessoren der Serien Intel Core Ultra Serie 2 oder neuere AMD Ryzen PRO-Prozessoren. Diese Chips bieten eine höhere Energieeffizienz, eine dedizierte NPU für KI-Beschleunigung und eine spürbar stärkere Dauerleistung. Der Arbeitsspeicher wurde auf schnelleren LPDDR5X-RAM aufgerüstet, der weiterhin fest verlötet ist und bis zu 32 GB beträgt.
Das Display basiert weiterhin auf einem 13,3 Zoll großen WUXGA-IPS-Touchpanel mit 100 % sRGB-Farbraum, allerdings wurde die Helligkeit auf rund 400 Nits angehoben. Die Akkukapazität stieg auf etwa 54 Wh, und bei den Anschlüssen kommen nun zwei Thunderbolt-4-Ports sowie überarbeitete E/A-Schnittstellen zum Einsatz. Gehäuseaufbau und Tastaturkonzept folgen der gewohnten L-Serien-Philosophie, weshalb auch Gewicht und Abmessungen nahezu identisch bleiben.
Im Alltag läuft das ThinkPad der 6. Generation beim Multitasking spürbar flüssiger, bleibt unter Last kühler und eignet sich wesentlich besser für KI-gestützte Arbeitsabläufe.
Kurz gesagt schneidet die sechste Generation bei der Effizienz pro Watt, der Akkulaufzeit, der Displayhelligkeit und den modernen Funktionen deutlich besser ab. Demgegenüber wirkt die dritte Generation bei reiner Rechenleistung und Effizienz etwas in die Jahre gekommen, insbesondere bei längerer und intensiver Nutzung.
Lohnt sich der Kauf des Gen 3 Yoga jetzt noch?
Ja – vorausgesetzt, der Preis stimmt und Ihre Anforderungen sind überschaubar.
Im Jahr 2026 ist das L13 Yoga Gen 3 häufig im Abverkauf oder auf dem Gebraucht- und Refurbished-Markt zu finden, und zwar zu einem Preis, der weit unter dem der sechsten Generation liegt. Für Web-Browsing, Office-Arbeiten, Videokonferenzen, Notizen mit dem Stift und leichtes Multitasking reicht die Leistung nach wie vor völlig aus. Vermeiden Sie jedoch die Einstiegsvariante der dritten Generation mit nur 8 GB Arbeitsspeicher, da dieser Speicherbedarf den heutigen Alltagsanforderungen kaum noch gewachsen ist.