Honor MagicPad 4 Test: Premium-Tablet mit schlankem Design, PC-Modus und immersivem Sound

Wenn Sie auf der Suche nach einem Tablet mit großem Display sind, ist das Honor MagicPad 4 eine überzeugende Option, die ernsthaft in Betracht gezogen werden sollte. Im Vergleich zu seinem Vorgänger bietet das MagicPad 4 umfassende Verbesserungen, bleibt dabei jedoch im gleichen Preisbereich. In der Praxis bedeutet das: Sie erhalten ein Tablet mit größerem Bildschirm, schmaleren Rändern sowie einem dünneren und leichteren Gehäuse – zu ungefähr der Hälfte des Preises eines iPad Pro.

Ultradünnes Design

Aus gestalterischer Sicht hinterlässt das MagicPad 4 sofort einen deutlich anderen ersten Eindruck. Das Gerät ist nur 4,8 mm dünn und wiegt etwa 450 Gramm und gehört damit zu den derzeit dünnsten und leichtesten Tablets auf dem Markt. Tatsächlich entspricht seine Dicke in etwa der vieler eigenständiger OLED-Panels, was sich beim Halten überraschend anfühlt – im positiven Sinne. Manchmal fühlt es sich weniger wie ein Tablet und eher wie ein reines Display an, das man in der Hand hält.

Honor bewegt sich außerdem erkennbar in Richtung einer hochwertigeren Designsprache. Das Vollmetallgehäuse und die extrem schmalen Displayränder verleihen dem Gerät ein klares, minimalistisches Erscheinungsbild und vermeiden den funktionalen, teilweise etwas schlichten Look, der oft mit günstigen Android-Tablets verbunden wird. Manche Tablets wirken auf dem Papier leistungsstark, doch sobald man sie in der Hand hält, wird ihre Positionierung schnell deutlich. Zumindest auf den ersten Blick vermittelt das MagicPad 4 überzeugend den Eindruck eines Premium-Geräts.

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OLED-Display auf Flaggschiff-Niveau

Während das Design für einen starken ersten Eindruck sorgt, gehört das Display zweifellos zu den größten Stärken des MagicPad 4. Es verfügt über ein 12,3-Zoll-OLED-Panel mit einer Auflösung von 3000 × 1920 Pixeln und einer Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz. Obwohl die Auflösung etwas niedriger ist als beim MagicPad 3, sorgt die geringfügig kleinere Bildschirmgröße dafür, dass die Pixeldichte weiterhin bei scharfen 290 PPI liegt.

Noch beeindruckender ist die HDR-Spitzenhelligkeit von bis zu 2400 Nits sowie die Unterstützung von 1,07 Milliarden Farben und 5280-Hz-PWM-Dimmung, die bei längerer Nutzung die Augenbelastung reduzieren kann. Wie man es von Honor-Displays erwartet, steht das ausgewogene Verhältnis zwischen Bildqualität und Augenkomfort weiterhin im Mittelpunkt.

Gerade bei Tablets ist das Display oft noch wichtiger als bei Smartphones. Viele Nutzer verwenden Tablets hauptsächlich zum Ansehen von Videos, Lesen von Comics oder zum Surfen im Internet – der Bildschirm wird damit zum entscheidenden Faktor für das gesamte Nutzungserlebnis. Dieses Mal hat Honor das Display offensichtlich nicht als bloße Basiskomponente behandelt, sondern mit echten Flaggschiff-Spezifikationen ausgestattet.

Starke Leistung

Ein Flaggschiff-Tablet benötigt natürlich mehr als nur ein hervorragendes Display – die Leistung ist ebenso entscheidend. Das MagicPad 4 wird vom Snapdragon 8 Gen 5 Prozessor angetrieben, der im fortschrittlichen 3-nm-Verfahren gefertigt wird. Auch wenn er möglicherweise nicht das absolut leistungsstärkste verfügbare Chipset darstellt, gehört er dennoch zur neuesten Generation leistungsstarker High-End-Prozessoren.

Im Alltag laufen die meisten Spiele problemlos und flüssig. Selbst anspruchsvollere Titel lassen sich mit leicht reduzierten Grafikeinstellungen stabil betreiben. Dieses Leistungsniveau sorgt dafür, dass das Tablet sowohl für Unterhaltung als auch für Multitasking zuverlässig und reaktionsschnell bleibt.

PC-Modus und Produktivitätsfunktionen

Die Positionierung dieses Tablets ist klar: Es ist nicht nur für Unterhaltung gedacht, sondern auch als leichtes Produktivitätswerkzeug konzipiert. Honor hat auf Systemebene erhebliche Anstrengungen unternommen, insbesondere mit der Einführung des PC-Modus.

Wird dieser aktiviert, verwandelt sich die Benutzeroberfläche in eine Desktop-ähnliche Ansicht mit Taskleiste, Unterstützung für mehrere Fenster und Mauskompatibilität. Mehrere Anwendungen können gleichzeitig geöffnet werden, wodurch ein Nutzungserlebnis entsteht, das sich deutlich von der klassischen Vollbildlogik vieler Android-Tablets unterscheidet. Stattdessen fühlt es sich eher wie die Nutzung eines vereinfachten Computers an.

In Kombination mit Zubehör wie Tastatur und Eingabestift lassen sich viele alltägliche Aufgaben – etwa das Schreiben von Dokumenten, das Organisieren von Materialien oder das Anfertigen von Besprechungsnotizen – effizient direkt auf dem Tablet erledigen.

Darüber hinaus hat Honor mehrere KI-gestützte Funktionen integriert, darunter AI Meeting und AI Creation. Auch wenn diese Funktionen zunächst wie typische Marketingargumente klingen mögen, können sie im praktischen Arbeitsalltag echten Mehrwert bieten, indem sie Abläufe beschleunigen und Routineaufgaben vereinfachen.

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Immersiver Klang und lange Akkulaufzeit

Neben Display und Leistung gibt es Aspekte des Tablet-Erlebnisses, die häufig unterschätzt werden, aber dennoch von großer Bedeutung sind – insbesondere Audioqualität und Akkulaufzeit. Das MagicPad 4 ist mit acht integrierten Lautsprechern ausgestattet und unterstützt räumlichen Klang sowie IMAX-Enhanced-Soundeffekte.

Dieses Mehrlautsprecher-System verbessert die Stereo-Trennung, sorgt für eine präzisere Klangrichtung und ein insgesamt immersiveres Klangbild – insbesondere beim Ansehen von Filmen oder beim Spielen im Querformat.

Was die Akkulaufzeit betrifft, verfügt das Tablet trotz seines ultradünnen 4,8-mm-Gehäuses über einen 10.100-mAh-Akku und unterstützt 66-W-Schnellladen. Für ein Gerät dieser Bauhöhe ist das eine beachtliche Kapazität und sollte theoretisch ausreichen, um einen ganzen Tag Videowiedergabe oder Büroarbeit zu ermöglichen.

Fazit

Insgesamt verfolgt das MagicPad 4 ein klar definiertes Ziel: das MagicPad 3 zu ersetzen und sich als Honor-Flaggschiff-Tablet für Märkte außerhalb Chinas zu etablieren. Sein ultradünnes Gehäuse, das OLED-Display mit hoher Bildwiederholrate, der moderne Prozessor auf Flaggschiff-Niveau, das PC-ähnliche Systemerlebnis sowie das vollständige Zubehör-Ökosystem aus Tastatur und Eingabestift zeigen deutlich, wie sehr Honor bei der Entwicklung hochwertiger Premium-Tablets an Reife gewonnen hat.

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