Aus 4 mach 2: Warum sich Xiaomi bei seinem neuen Top-Smartphone in Verzicht übt

Das Xiaomi 14 Pro wird nicht in Deutschland erscheinen. Hierzulande veröffentlicht Xiaomi nur die Modelle Xiaomi 14 und 14 Ultra. Auch ein Xiaomi 14 Lite gibt es nicht. Das hat Gründe.

Monatelang mussten Xiaomi-Fans auf den Deutschland-Start des neuen Top-Smartphones Xiaomi 14 warten. Seit Oktober 2023 ist es in China erhältlich, bei uns startet der Verkauf erst jetzt. Allerdings haben Fans des chinesischen Herstellers hierzulande weniger Auswahl. Statt wie in China aus drei Modellen, besteht die Xiaomi 14-Serie in Deutschland nur aus dem Xiaomi 14 und dem Xiaomi 14 Ultra. Das Xiaomi 14 Pro veröffentlicht das Unternehmen nicht außerhalb von China.

Warum verzichtet Xiaomi international auf das Pro-Modell? Gegenüber netzwelt erklärte das Unternehmen, dass die Launch-Strategie von verschiedenen Faktoren bestimmt werde und man zu dem Schluss gekommen sei, das Pro diesmal nicht weltweit zu verkaufen.

Portfolio wird schlanker
Als plausible Begründung erscheint, dass Xiaomi sein Produktportfolio im Premium-Bereich verschlanken will. Im vergangenen Jahr bot das Unternehmen mit dem Xiaomi 13, 13 Pro, 13 Ultra sowie den Modellen 13T und 13T Pro insgesamt fünf Premium-Smartphones an. Als Konsument ist es hier schwer zu verstehen, welches Gerät sich für welchen Zweck am besten eignet.

Bei der Xiaomi 14-Serie sind die Unterschiede klar. Das Xiaomi 14 ist eine kompakte und etwas schwächere Alternative zum Ultra, das vor allem auf Foto- und Video-Enthusiasten zielt. Die Unterschiede zwischen Pro und Ultra fallen hingegen geringer aus und sind zum Teil erklärungsbedürftig.

So besitzt beispielsweise auch das Xiaomi 14 Pro eine variable Blende, deren maximale Öffnung sogar größer ausfällt als beim Ultra. In Verbindung mit dem größeren Sensor dürfte das Ultra dennoch tendenziell die besseren Bilder machen. Zudem fällt der Akku des Pro-Modells etwas kleiner aus und die zweite Telekamera fehlt.

Zwischenmodelle vor dem Aus?
Generell haben es Zwischenmodelle wie das Xiaomi 14 Pro auf dem Markt derzeit eher schwer. Apples Plus-Modell werden beispielsweise schwache Verkäufe nachgesagt. Offiziell äußerst sich Apple dazu jedoch nicht. Gerüchten zufolge soll auch Samsung über ein Aus des Galaxy S24+ nachgedacht haben.

Im derzeit eher schrumpfenden Smartphone-Markt kann weniger mehr sein. Zumal jedes Modell Ressourcen bindet. Neue Firmware will programmiert und getestet werden. Bei immer längeren Update-Garantien tut ein Verkaufsflop noch jahrelang weh.

Xiaomi verzichtet vorerst auch auf ein Lite-Modell
Im Vergleich zur Xiaomi 13-Serie fehlt im neuen Smartphone-Line-Up ein weiteres Modell: Ein Xiaomi 14 Lite gibt es zumindest vorerst nicht. Im vergangenen Jahr hatte Xiaomi hierzulande das in China sehr beliebte Mittelklasse-Handy Xiaomi Civi 2 unter dem Namen Xiaomi 13 Lite verkauft. Das Civi 3 verkauft Xiaomi hingegen wieder nur in China, abzuwarten bleibt, ob der Hersteller das für März erwartete Civi 4 als Xiaomi 14 Lite nach Europa bringt. Wir gehen aber nicht davon aus.

Schließlich hat Xiaomi im Januar die Redmi Note 13-Serie veröffentlicht und den Launch mit einer großen Marketingkampagne begleitet. Die fünf Mittelklassen-Handys decken dabei einen Preisbereich von 200 bis 500 Euro ab. Ein Xiaomi 14 Lite müsste daher bei 700 Euro starten, andernfalls würde es dem Redmi Note 13 Pro+ Konkurrenz machen.

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