So teuer ist es, das Smartphone einmal aufzuladen

Das Smartphone ist für viele der wichtigste Alltagsbegleiter. Deshalb muss das Gerät bei Dauereinsatz auch regelmäßig aufgeladen werden. Doch wie teuer ist das eigentlich?

Bei den nach wie vor hohen Strompreisen ist es gut, einen Überblick über die genaue Kostenzusammensetzung zu haben. Die großen Stromfresser im Haushalt sind dabei leicht auszumachen: Fernseher, Computer, vor allem aber auch Haushaltselektronik wie Kühlschrank oder Waschmaschine. Wie viel Kosten das Smartphone-Aufladen verursacht, ist hingegen weniger klar.

Bekanntlich lässt sich ganz einfach Strom einsparen, indem man das Ladegerät immer aus der Steckdose zieht, nachdem man das Handy aufgeladen hat. Das liegt daran, dass auch die Ladegeräte selbst im Standby Strom verbrauchen. So summieren sich die Kosten für mehrere Ladegeräte schnell zusammen. Doch wie viel kostet es eigentlich überhaupt, ein Smartphone ganz aufzuladen?

So berechnet man die Kosten fürs Smartphone aufladen
Ganz konkret kann man natürlich nicht sagen, wie hoch die Kosten beim Aufladen eines bestimmten Smartphones sind. Das hängt nämlich vor allem auch von der Akkukapazität des jeweiligen Geräts und natürlich auch von den aktuellen Stromkosten ab. Außerdem muss man einkalkulieren, dass auch ein gewisser Teil der Energie beim Aufladen an die Umgebung abgegeben wird; das nennt man Wirkungsgrad. Rechnet man diese Faktoren zusammen, kann man jedoch recht genau ermitteln, wie teuer eine Smartphone-Aufladung wirklich ist.

Strompreis x Wirkungsgrad x Akkukapazität = Kosten für eine Smartphone-Aufladung in Cent

Im Moment (April 2023) liegt der durchschnittliche Strompreis bei 34,96 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Um herauszufinden, wie viel Sie persönlich zahlen, müssen Sie sich bei Ihrem Stromanbieter erkundigen. Durch die Energiepreisbremse sind die Kosten für private Verbraucher auf 40 Cent pro Kilowattstunde begrenzt. Erst, wer auf über 80 Prozent des auf Basis des Vorjahres erwarteten Verbrauchs kommt, muss mit höheren Kosten rechnen. Die Preisbremse gilt noch für das komplette Jahr 2023.

Der erste Faktor in unserer Rechnung ist also 34,96 – die Formel lautet demnach: 34,96 x Wirkungsgrad x Akkukapazität

Energieverlust durch Hitze
Zu beachten ist, dass Strom aus der Steckdose nicht zu 100 Prozent auch im Smartphone ankommt. Ein nicht unerheblicher Teil der Energie geht in Form von Wärme verloren. Während zwar kabelgebundenes Laden recht effizient ist – also weniger Hitze entsteht –, sieht die Sache bei induktivem Laden ohne Kabel schon etwas anders aus. Im Schnitt gehen beim Laden per Kabel 20 Prozent Energie verloren. Das hängt jedoch stark von der Qualität des Ladegeräts ab, denn eine höhere Effizienz ist durchaus möglich.

Bei kabellosem Laden ist der Energieverlust hingegen deutlich höher. Grund dafür ist die Art und Weise, wie induktives Laden funktioniert. Die Ladestation erzeugt durch eine Kabelspule ein Magnetfeld. Dieses wird durch eine weitere Spule im Smartphone aufgenommen und es entsteht ein elektrischer Wechselstromkreislauf. Der Vorteil ist, dass diese Art der Ladung selbst ohne direkten Kontakt der Spulen funktioniert und sogar Objekte wie Cases oder Tischplatten durchdringt.

Der Nachteil dabei ist jedoch, dass diese Technologie mehr Energie verbraucht als kabelgebundenes Laden. Je größer der Abstand zwischen den Spulen, desto mehr Strom wird in Hitze umgewandelt – anstatt im Smartphone-Akku anzukommen. Dadurch ist kabelloses Laden in der Regel auch langsamer. Zudem können sich die höheren Temperaturen beim Laden negativ auf den Akku auswirken. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Ansätzen, den Energieverlust einzudämmen. Apple etwa nutzt Magnete in seinen MagSafe-Ladegeräten für iPhones, um die Spulen perfekt auszurichten und so Verluste durch ungenaues Positionieren zu vermeiden.

Wir lassen kabelloses Laden in unserer Rechnung zwar außen vor, sie können die Kosten aber ermitteln, indem Sie etwa 50 Prozent Energieverlust statt 20 Prozent einkalkulieren. In der Formel drücken wird die 20 Prozent Energieverlust als Faktor 1,25 aus. Damit lautet die Rechnung nun: 34,96 x 1,25 x Akkukapazität

Das muss man bei der Akkukapazität für die Rechnung beachten
Um die Akkukapazität des eigenen Smartphones herauszufinden, reicht oft ein Blick auf das technische Datenblatt. Wenn man die Kapazität für die Rechnung ermittelt, sollte man allerdings unbedingt auf die Einheit achten. Diese wird nämlich entweder in Wattstunden (Wh) oder Milliamperestunden (mAh) angegeben. Für die Rechnung ist jedoch die Angabe in Wattstunden nötig, da dass auch die Einheit für den Strompreis ist.

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