{"id":147,"date":"2020-01-13T08:52:56","date_gmt":"2020-01-13T08:52:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleakkus.com\/akkublog\/?p=147"},"modified":"2020-01-13T08:52:56","modified_gmt":"2020-01-13T08:52:56","slug":"taugt-das-smartphone-als-desktop-ersatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleakkus.com\/akkublog\/2020\/01\/13\/taugt-das-smartphone-als-desktop-ersatz\/","title":{"rendered":"Taugt das Smartphone als Desktop-Ersatz?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\n\nAnwendern stehen heute unterschiedlichste Rechnertypen f\u00fcr ihren Arbeitsplatz zur Verf\u00fcgung\u2013 station\u00e4r wie mobil. Auch das Smartphone kann als Desktop-Ersatz dienen. Nutzer sollten allerdings M\u00f6glichkeiten und Limitierungen genau pr\u00fcfen, bevor sie sich f\u00fcr diese Alternative entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Arbeitswelt ver\u00e4ndert sich. Sie wird digitaler, die Aufgaben vielf\u00e4ltiger und facettenreicher; die Anspr\u00fcche an flexible Arbeitsweisen der Mitarbeiter wachsen. Das spiegelt sich nicht nur in der Kultur der Unternehmen und im Mindset aller Beteiligten wider. Auch die Hardware des Digital Workplace sieht ganz anders aus als auf dem klassischen B\u00fcroarbeitsplatz vor zehn oder zwanzig Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ging es damals haupts\u00e4chlich um die Frage, wer die gr\u00f6\u00dfere Festplatte oder den st\u00e4rkeren Prozessor hat, beziehungsweise wann welcher Kollege vom IT-Support wieder einen neuen PC unter den Schreibtisch gestellt bekommt, drehen sich die Diskussionen heute weniger um die technischen Specs als vielmehr um das Handling und die Usability der unterschiedlichen Ger\u00e4te. Dabei haben die Anwender die Qual der Wahl: PC, Notebook, Ultramobile, 2-in-1, Convertible, Detachable, Tablet &#8211; und vielleicht reicht sogar nur das Smartphone?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der PC &#8211; eine aussterbende Spezies?<br>Eines ist jedenfalls klar: Der herk\u00f6mmliche station\u00e4re PC findet sich in immer weniger B\u00fcros. Der Trend geht zu mobilen Arbeitspl\u00e4tzen. Lediglich f\u00fcr spezielle Kreativ-Anforderungen rund um Bild- oder Videobearbeitung, die viel Rechenpower beziehungsweise Speicherressourcen erfordern, empfiehlt sich ein leistungsstarker PC, inklusive entsprechend \u00fcppig dimensionierter Display-Ausstattung. Allerdings bauen Hersteller wie HP und Dell auch ihr Workstation-Angebot stetig aus. Hier finden Anwender leistungsstarke Systeme mit Xeon-Prozessoren von Intel, 32 GB RAM und etlichen Terabyte an Festspeicher &#8211; das Leistungsargument, das in der Vergangenheit noch f\u00fcr den Desktop sprach, greift also heute nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommt, dass die Rechen- und Speicherleistung aktueller Business-Notebooks f\u00fcr die \u00fcblichen Office-Anwendungen rund um Word, Excel und Powerpoint vollkommen ausreicht. Die Systeme halten mit moderner Akkutechnik zudem im mobilen Einsatz schon Mal einen kompletten Arbeitstag ohne Steckdose durch. Auch am Arbeitsplatz im B\u00fcro sind Notebooks komfortabel zu handhaben. Mit einer Dockingstation, an der Monitor, Tastatur und Maus h\u00e4ngen, und in die sich ein Notebook mit einem Handgriff einklinken l\u00e4sst, verwandelt sich der mobile Begleiter mit einem Handgriff in einen station\u00e4ren Rechner. Praktisch dabei: Mit einer weiteren Dockingstation l\u00e4sst sich ein zweiter Arbeitsplatz im Home Office einrichten. Man nimmt einfach den Rechner mit und hat alle notwendigen Applikationen und Informationen immer parat. Das l\u00e4stige Hin- und Herschieben von Daten zwischen verschiedenen Rechnern im Office und zu Hause \u00fcber Cloud-Speicher oder USB-Sticks entf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mobile Device-Verwirrung<br>Bleibt f\u00fcr die Anwender nur noch zu kl\u00e4ren, mit welchem Notebook-Typ sie arbeiten m\u00f6chten. Neben dem \u00fcblichen Klappger\u00e4t mit Display, Tastatur und Touchpad haben sich in den vergangenen Jahren weitere Formfaktoren im Markt etabliert. Dazu z\u00e4hlen Hybrid-Ger\u00e4te, sogenannte 2-in-1-Systeme beziehungsweise Convertibles. Bei diesen Rechnern l\u00e4sst sich das Display um 360 Grad auf die Unterseite des Tastatur-Korpus herumklappen und in dieser Konstellation das Ger\u00e4t als Tablet nutzen. In einer anderen Variante k\u00f6nnen Anwender die Anzeige komplett abnehmen und als separates Tablet-Modul verwenden. Dieser Typ wird auch als Detachable bezeichnet. Aber Vorsicht: Die Ger\u00e4tebezeichnungen und -definitionen werden von den verschiedenen Herstellern unterschiedlich verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den beiden klassischen Varianten Desktop-PC und Notebook sind in den vergangenen Jahren weitere Ger\u00e4tealternativen f\u00fcr den Arbeitsplatzrechner aufgetaucht. Tablets wie Apples iPad Pro in den Gr\u00f6\u00dfen 10,5 und 12 Zoll oder die Android-Ger\u00e4te aus Samsungs Galaxy-Tab-Reihe sowie Googles Pixel C werden von den Herstellern f\u00fcr den Business-Einsatz positioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechenboliden in der Hosentasche<br>Und sogar das Smartphone l\u00e4sst sich mittlerweile als Desktop-Ersatz verwenden. Die Rechenleistung der mobilen Begleiter reicht f\u00fcr Office-Anwendungen allemal. Aktuelle Highend-Ger\u00e4te wie das Samsung S9 oder das Mate P20 von Huawei arbeiten mit 8-Kern-Prozessoren, deren Taktraten jenseits der 2-Gigahertz-Grenze liegen. Auch Arbeits- und Festspeicher sind mit 4 oder 6 GB beziehungsweise 64 oder sogar 128 GB ausreichend dimensioniert. Zudem l\u00e4sst sich der Speicher mit MicroSD-Karten erweitern &#8211; teilweise um bis zu 400 GB.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einzelne Hersteller bieten zudem spezielle L\u00f6sungen an, mit deren Hilfe Anwender ihr Smartphone als Desktop-Ersatz nutzen k\u00f6nnen. Samsung hat beispielsweise die &#8222;DeX Station&#8220; sowie das DeX Pad&#8220; im Programm. Beide Modelle funktionieren als Docking-Station, an die sich Monitor, Tastatur und Maus anschlie\u00dfen lassen. Klinkt man das Smartphone in die Dex Station oder das Pad ein, k\u00f6nnten Anwender wie an einem Desktop-PC arbeiten, verspricht der Hersteller. Beide Docks bieten zwei USB-Ports sowie einen HDMI-Anschluss. Die DeX Station integriert zus\u00e4tzlich einen Ethernet-Port. Hier wird das Smartphone schr\u00e4g eingesetzt. Nachteil: der Kopfh\u00f6rerausgang ist nicht zug\u00e4nglich. Anders im DeX Pad: Hier wird das Smartphone waagerecht eingelegt. So l\u00e4sst sich auch der Touchscreen des Smartphone f\u00fcr Eingaben verwenden. Das ist praktisch, weil einzelne Apps wie zum Beispiel Google Maps nicht f\u00fcr den Betrieb mit Maus und Tastatur ausgelegt sind. Manko beim DeX Pad: Es fehlt der Ethernet-Anschluss &#8211; gerade in Unternehmen, in denen Mitarbeiter auf interne Netzressourcen zugreifen m\u00fcssen, ist das ein Nachteil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knackpunkte Administration und Management<br>Mit &#8222;Samsung Experience 9.0&#8220;, das ab der Android-Version 8.0 zur Verf\u00fcgung steht, gibt es eine spezielle Oberfl\u00e4che f\u00fcr den Desktop-Modus, die in der aktuellen Version Aufl\u00f6sungen bis zu 2560 mal 1440 Pixeln (WQHD) zul\u00e4sst. Mit Knox bietet der Hersteller Administratoren zudem verschiedene Features rund um die Sicherheit und das Management der mobilen Endger\u00e4te. Beispielsweise lassen sich Berechtigungen und Identit\u00e4ten verwalten sowie White- und Blacklists f\u00fcr Anwendungen definieren. Wer Samsungs DeX-Ger\u00e4te nutzen will, braucht ein Samsung-Smartphone. Unterst\u00fctzt werden die Modelle: Galaxy S8\/8+, Note 8 und S9\/9+. Das Pad ist im Handel ab etwa 70 Euro zu haben. Die Station kostet mit Preisen ab etwa 100 Euro etwas mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Huawei-Ger\u00e4te wie das Mate P20 (Pro), das Mate 10 (Pro) oder das MediaPad M5 Pro lassen sich im Desktop-Modus nutzen. Daf\u00fcr hat der Hersteller ab Version 8.0 seiner Benutzeroberfl\u00e4che EMUI die Funktion &#8222;PC-Modus&#8220; integriert. Diese funktioniert mit einem TV-Ger\u00e4t oder einem PC-Monitor. Verbunden werden die Ger\u00e4te direkt \u00fcber einen USB-C-Port am Smartphone und dem HDMI-Eingang am Monitor. Daf\u00fcr braucht es einen entsprechenden Adapter, der f\u00fcr ein paar Euro im Handel zu bekommen ist. Die Bedienung erfolgt entweder \u00fcber den Touchscreen am Smartphone oder Tastatur und Maus. Beide lassen sich via Bluetooth direkt mit dem Smartphone koppeln. Zudem bietet Huawei mit dem MateDock eine Dockingstation an, die \u00e4hnlich wie Samsungs DeX-Ger\u00e4te Anschl\u00fcsse wie Ethernet, USB, HDMI und VGA bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich gibt es noch eine Reihe weiterer M\u00f6glichkeiten, Smartphones verschiedener Hersteller zum Desktop umzufunktionieren. F\u00fcr die \u00dcbertragung der Videosignale zum Monitor gibt es in der Apple-Welt mit dem Lightning Digital AV Adapter eine Kabell\u00f6sung sowie mit AirPlay, das allerdings auch Apple TV erfordert, eine drahtlose Verbindung. Mit Miracast lassen sich im Android-Kosmos Display-Inhalte via WLAN auf TV oder Monitor spiegeln. Wird Miracast nicht unterst\u00fctzt, k\u00f6nnen Anwender mit Chromecast einen Adapter f\u00fcr den HDMI-Eingang am Monitor dazwischenschalten. Dar\u00fcber hinaus gibt es sogenannte MHL-Kabel, die das Smartphone \u00fcber den Micro-USB-Anschluss mit dem HDMI-Eingang am TV\/Monitor verbinden. F\u00fcr die Bedienung und das Arbeiten lassen sich Bluetooth-Tastatur\/Maus-Kombis mit dem jeweiligen Smartphone koppeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was macht Microsoft mit Continuum?<br>Microsoft hat 2015 eine gro\u00dfe Smartphone-Initiative gestartet. Mit dem Feature Continuum im Betriebssystem Windows 10 Mobile sollten sich Windows-10-Smartphones in Verbindung mit einem Bildschirm &#8211; via HDMI oder Miracast &#8211; in einen Desktop-PC verwandeln lassen. Dabei wird nicht einfach nur der Screen des Smartphones in vergr\u00f6\u00dferter Form auf dem Bildschirm gespiegelt, vielmehr handelt es sich dabei um eine vollwertige Windows-10-Umgebung, die sich mit Maus und Tastatur bedienen l\u00e4sst. Allerdings gibt es Einschr\u00e4nkungen: Das Ganze funktioniert nicht mit den \u00fcblichen Win32-Anwendungen, sondern erfordert spezielle Universal-Apps, die so programmiert sind, dass sie je nach Ger\u00e4t in verschiedenen Formaten (PC, Tablet, Smartphone, Xbox One\u2026) laufen. Wichtig f\u00fcrs Business: Dazu geh\u00f6rten immerhin die g\u00e4ngigen Office-Apps aus dem Hause Microsoft. \u00dcber ein Display Dock k\u00f6nnen neben einem Monitor auch Tastatur und Maus angeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile ist es ruhig geworden rund um Continuum. Das liegt vor allem daran, dass Microsoft Windows als mobiles Betriebssystem aus dem Rennen genommen und damit eingestanden hat, dass iOS und Android den Markt beherrschen. Au\u00dferdem lie\u00dfen die Smartphone-Hersteller Windows links liegen. Lediglich Alcatel, HP und Nokia brachten eine Handvoll Ger\u00e4te auf den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man werde Windows 10 Mobile weiter mit Bugfixes und Sicherheits-Updates pflegen, aber keine neuen Features bauen, hie\u00df es im Herbst vergangenen Jahres seitens Microsoft. Inwieweit die Continuum-Idee in einem kommenden Windows-Betriebssystem, das Microsoft zufolge ger\u00e4te\u00fcbergreifend auf unterschiedlichsten Plattformen funktionieren soll, noch eine Rolle spielen wird, steht jedoch in den Sternen. Immerhin baut der Windows-Konzern Br\u00fccken zu konkurrierenden Systemen. Erst Anfang Mai wurde auf der Konferenz Build 2018 das Windows-Feature &#8222;Your Phone&#8220; vorgestellt. Damit sollen iPhone- und Android-Nutzer ihr Smartphone auf einem Windows-Desktop spiegeln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit: Mobiler Einsatz mit T\u00fccken<br>Grunds\u00e4tzlich funktioniert das Smartphone als Desktop-Ersatz. Es gibt dabei aber immer noch einige Knackpunkte zu bedenken. Wer sich seine L\u00f6sung selbst zusammenstellen m\u00f6chte, muss genau pr\u00fcfen, welche Features die einzelnen Ger\u00e4te unterst\u00fctzen und wie die einzelnen Teile und Funktionen zusammenpassen. Mehr Sicherheit versprechen die vom Hersteller vorkonfektionierten L\u00f6sungen wie die von Samsung oder Huawei. Allerdings gibt es auch hier Unw\u00e4gbarkeiten. Nicht alle Apps funktionieren so, wie sich die Nutzer das vorstellen. Schlie\u00dflich wurden sie f\u00fcr die Nutzung auf dem Smartphone entwickelt und nicht f\u00fcr den Desktop-Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sein Smartphone als Desktop-Ersatz nutzen m\u00f6chte, sollte dar\u00fcber andere Nutzungsszenarien nicht vergessen. So paradox das klingen mag &#8211; im mobilen Office offenbart das Smartphone Defizite. Einen kurzen Text werden Anwender \u00fcber die virtuelle Bildschirmtastatur noch tippen k\u00f6nnen, ohne dass die Finger ins Stolpern geraten. Bei l\u00e4ngeren Texteingaben oder wenn es gar um gro\u00dfformatige Excel-Tabellen oder Powerpoint-Pr\u00e4sentationen geht, wird das Arbeiten auf dem vergleichsweise kleinformatigen Smartphone-Screen schnell zur Qual.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt zwar das notwendige Zubeh\u00f6r f\u00fcrs mobile Office rund um das Smartphone. Doch was als Erg\u00e4nzung auf dem Schreibtisch noch gut zu handhaben ist, endet unterwegs im Flugzeug oder im Zug als Jonglier-Nummer mit verschiedensten Zubeh\u00f6rger\u00e4ten. Mobiles Display, Bluetooth-Tastatur und -Maus wollen erst einmal funktionst\u00fcchtig auf einem Ausklapptablett drapiert werden. Auch wenn diese Situation mit M\u00fch und Not noch zu handeln ist &#8211; f\u00e4llt das Tischchen weg, d\u00fcrfte das Arrangement der verschiedenen Ger\u00e4te auf dem Schoss kaum mehr zu bewerkstelligen sein. In solchen Situationen empfiehlt sich dann doch eher das klassische Notebook.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alleakkus.com haben den richtigen&nbsp;<a href=\"https:\/\/alleakkus.com\/cate\/4\">Handy- &amp; Smartphone-Akkus<\/a>&nbsp;in Top-Qualit\u00e4t f\u00fcr Sie! 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