Acer hat auf der IFA 2026 das Aspire G 3D 16 vorgestellt, ein Notebook mit einem 16 Zoll großen 3D-Display. Das auffälligste Merkmal ist die Unterstützung für brillenloses 3D-Sehen ohne Spezialbrille.

Nutzer können die dreidimensionale Wirkung direkt auf dem Bildschirm erleben. Das erinnert schnell an den Nintendo 3DS, allerdings fällt das Display des Aspire G 3D 16 um ein Vielfaches größer aus. Es stellt nicht nur 3D-Bilder dar, sondern verleiht auch Spielen und Videos eine echte räumliche Tiefe.
Wie das 3D-Display funktioniert
Im normalen Betriebsmodus bietet das 16-Zoll-IPS-LCD eine 4K-Auflösung von 3840 x 2400 Pixeln.
Schaltet man in den 3D-Modus, erfassen zwei Eye-Tracking-Kameras oberhalb des Bildschirms die Augenposition des Nutzers. Sie projizieren leicht versetzte Bilder für das linke und rechte Auge. Dadurch gewinnen die Objekte auf dem Bildschirm an deutlicher Tiefe. Anders als beim Nintendo 3DS muss man dabei nicht durchgehend in einem starren Winkel direkt vor dem Schirm verharren.
Im 3D-Betrieb sinkt die Anzeigeauflösung allerdings auf 1920 x 2400 Pixel. Eine Kombination aus vollem 4K und 3D-Effekt ist somit nicht gleichzeitig möglich.
Für die Wiedergabe von 3D-Inhalten nutzen Anwender die vorinstallierte Anwendung SpatialLabs 3D Hub. Diese App bietet eine integrierte Funktion zur Umwandlung von 2D in 3D, die gewöhnliche Fotos, Videos und andere flache Medien in räumliche Bilder verwandelt.
Bei Spielen mit 3D-Unterstützung sorgt der Tiefeneffekt zudem für mehr räumliche Staffelung. Vordergrund, Hintergrund, Umgebung und Bildschirmeffekte lassen sich dadurch deutlich besser voneinander unterscheiden.
Keine dedizierte Grafikkarte
Optisch zeigt sich das Notebook im typischen Gaming-Look: Es ist mit einer RGB-Tastaturbeleuchtung ausgestattet, und die WASD-Tasten heben sich im gewohnten, auffälligen Rot ab. Im Inneren arbeitet jedoch keine dedizierte Grafikkarte, sondern der Chip Ryzen AI Max+ 395 von AMD. Dieser Prozessor vereint CPU und GPU in einem einzigen Gehäuse.
Die spannendste Frage lautet daher weniger, wie viele Spiele überhaupt in 3D laufen, sondern ob das System die für flüssiges Gaming nötigen Bildraten liefern kann. Darauf gibt es bislang keine eindeutige Antwort.
Auch zu den Preisen und den genauen Verkaufsregionen des Aspire G 3D 16 hat sich Acer noch nicht geäußert.