Nach zweieinhalb Jahren stehen viele S24-Nutzer vor demselben Problem: Die Akkukapazität ist auf etwa 80 Prozent gesunken, und das Gerät muss zwei- oder sogar dreimal am Tag aufgeladen werden. In diesem Moment zögert man vielleicht: Soll man ein wenig Geld für einen Akkuwechsel ausgeben oder lieber gleich das S25 oder das neuere S26 kaufen?

Die Antwort ist eigentlich ganz direkt: Solange das Smartphone ansonsten nicht beschädigt ist, lohnt sich ein Akkuwechsel deutlich mehr.
Ist das S24 im Jahr 2026 noch ausreichend?
Viele befürchten, dass ein über zwei Jahre altes Smartphone bereits veraltet ist, doch beim S24 ist das keineswegs der Fall.
Erstens reicht der Software-Support bis Anfang 2031, was noch fast fünf Jahre lang System-Updates und Sicherheitspatches bedeutet. Das heißt, Sie werden nicht wegen veralteter Software zu einem Neukauf gezwungen.
Im Alltagsgebrauch läuft das S24 nach wie vor flüssig. Fotos machen, Social-Media-Apps nutzen, Videos ansehen oder gelegentliches Spielen klappen problemlos. Der Chip gehört zwar nicht mehr zur neusten Generation, bietet aber ausreichend Leistung. Zusammen mit den Optimierungen von One UI sind Ruckler äußerst selten.
Besonders das S24 Ultra genießt einen hervorragenden Ruf. Es bietet einen 5000-mAh-Akku, 45-Watt-Schnellladen und ist das letzte Ultra-Modell mit Bluetooth-Unterstützung für den S Pen. Diese Funktionen fehlen bei den Nachfolgemodellen, was das Gerät für viele Nutzer besonders wertvoll macht.
Zu den typischen Alterserscheinungen gehören vor allem eine kürzere Akkulaufzeit, gelegentliche Erwärmung oder leichtes Einbrennen des Displays. Das sind normale Verschleißerscheinungen und keine schwerwiegenden Hardwaredefekte.
Wie groß ist der Unterschied zwischen S24, S25 und S26 wirklich?
Samsung hat in den letzten Jahren nur sehr verhaltene Upgrades geliefert. Vom S24 bis zum S26 gibt es kaum Änderungen, die das alltägliche Nutzungserlebnis wirklich verändern.
Beim Display ist das Basismodell lediglich von 6,2 Zoll auf 6,3 Zoll gewachsen, während die Auflösung unverändert geblieben ist. Prozessor und Arbeitsspeicher wurden zwar aufgerüstet und erzielen höhere Benchmark-Werte, im Alltag und bei den meisten Spielen merkt man davon jedoch kaum einen Unterschied.
Auch beim Akku bietet das Basismodell des S26 lediglich 300 mAh mehr als das S24, während die Ladeleistung weiterhin bei bescheidenen 25 Watt liegt. Die Kamera-Hardware ist über alle drei Generationen hinweg im Wesentlichen identisch, da Neuerungen vor allem über Software und KI gelöst werden.
Blickt man auf die Preise, verlangt der offizielle Samsung-Service für einen Akkuwechsel beim S24 etwa 90 bis 120 Euro, während freie Werkstätten meist 80 bis 100 Euro berechnen. Der tatsächliche Straßenpreis für ein neues S26-Basismodell liegt dagegen meist zwischen 600 und 800 Euro. Die Kosten für den Akkuwechsel machen somit nicht einmal ein Sechstel eines Neugeräts aus.
Mit anderen Worten: Für einen Aufpreis von 500 bis 600 Euro erhalten Sie lediglich einen etwas größeren Akku, mehr Arbeitsspeicher und neuere KI-Funktionen. Für die meisten Menschen lohnt sich dieses Upgrade nicht.
Wann sollten Sie über ein neues Smartphone nachdenken?
Wenn lediglich der Akku nachlässt, ist der Akkuwechsel die beste Wahl.
Falls bei Ihrem S24 jedoch das Display gesprungen ist, der Ladeanschluss einen Wackelkontakt hat und auch die Kamera Probleme macht, sollten Sie die gesamten Reparaturkosten zusammenrechnen. Ein einzelner Akkuwechsel ist günstig, doch wenn zwei oder drei Reparaturen gleichzeitig anstehen, können die Gesamtkosten schnell den Preis eines gebrauchten S24 erreichen. Erst dann lohnt sich ein genauer Vergleich zwischen Reparatur und Neukauf.
Das S24 bleibt auch im Jahr 2026 ein zuverlässiges Flaggschiff. Die Software wird noch jahrelang unterstützt und die Leistung ist keineswegs veraltet. Wenn Ihr einziges Problem die Akkulaufzeit ist, lassen Sie den Akku austauschen und nutzen Sie das Gerät einfach weiter.
Sparen Sie sich das Geld für das S26 lieber für den Zeitpunkt auf, an dem wirklich ein neues Smartphone nötig ist.